Präsentation des pädagogischen Konzepts

Gewachsen aus Tradition und Beteiligung

Das pädagogische Konzept zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule im Schulzentrum Mössingen ist nicht auf einem leeren Blatt entstanden“, erläuterte Schulleiter Hartmut Nill. „Es ist gewachsen aus dem, was wir seit Jahren tun und aus Gesprächen mit vielen am Schulleben Beteiligten.“ Vorgestellt wurde das Konzept am Donnerstag, 20. März 2014, in der Aula der Friedrich-List-Realschule. Auf dem Podium saßen alle, die  an Schule beteiligt sind: der Schulträger, die Lehrer, die Eltern und die Schüler.

 

Was bleiben wird

Die Vierzügigkeit der Friedrich-List-Realschule soll auch in einer Gemeinschaftsschule nicht überschritten werden. Auch an der Gemeinschaftsschule wird es feste Lerngruppen und auch klassischen Unterricht geben. Schulleiter Hartmut Nill stellt klar: „Das, was uns heute ausmacht, und erfolgreich ist, wird weiter bestehen.“ Welche Form der Leistungsrückmeldung es geben wird, wird in Absprache mit den Eltern festgelegt werden, sofern die Eltern Noten wünschen, kann es Noten geben. Fundament des Konzepts sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Auf das enge Miteinander zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern wird weiterhin sehr großen Wert gelegt. „Es sind verlässliche Beziehungen, die uns ausmachen und die auch die Gemeinschaftsschule ausmachen werden“, erklärt Schulleiter Hartmut Nill.

 

Was anders ist

Individuelle Lernformen werden das schulische Angebot erweitern. Der Unterricht in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik wird in sogenannten „Förderbändern“ stattfinden, das heißt, dass Lerngruppen entsprechend ihrer Fähigkeiten unterrichtet werden können (horizontale Differenzierung). Außerdem soll es eine  „vertikale Differenzierung“ geben, wo Schüler altersgemischt in kooperativen Lernformen gemeinsam lernen können. Die Einrichtung eines Trainingsraums hilft bei der Erziehungsarbeit.

Umbaumaßnahmen nötig

Für die Gemeinschaftsschule werden zwar keine neuen Gebäude gebraucht, jedoch umfangreiche Baumaßnahmen, erläutert Oberbürgermeister Michael Bulander. „Zum einen braucht es eine räumliche Anpassung an die Anforderungen der Gemeinschaftsschule, mit mehr Lernräumen, zum anderen eine umfassende Brandschutzsanierung des Hauptgebäudes.“ Am 7. April 2014 wird der Gemeinderat über den Antrag entscheiden, welcher sowohl das pädagogische als auch das Raumkonzept umfasst. Spätestens am 1. Juni 2014 wird das Konzept dem Staatlichen Schulamt in Tübingen vorgelegt. Mit dem Schuljahr 2015/16 könnte dann die Gemeinschaftsschule in Klasse 5 starten.  

Das pädagogische Konzept zum Download.